tlv Kreisverband Apolda


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Schulordnung

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Änderungen zur Thüringer Schulordnung vorgstellt

Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, hat auf einer Pressekonferenz am 11. März 2011 den Entwurf der neuen Thüringer Schulordnung vorgestellt. „Dreh- und Angelpunkt ist die individuelle Förderung“, erklärte der Minister. Diese sei mit dem neuen Schulgesetz in den Mittelpunkt des Lehrens und Lernens gerückt worden und werde nun konkret ausgestaltet, so Matschie. Die Schulordnung gebe den Pädagoginnen und Pädagogen entsprechende Regelungen an die Hand. Neu seien unter anderem die verbindliche Schuleingangsphase, die individuelle Abschlussphase, Klassenstufen ohne Sitzenbleiben und verbale Leistungseinschätzungen als Ergänzungen zu den Noten.

Um den vorliegenden Entwurf der Thüringer Schulordnung wird jetzt eine Anhörung durchgeführt. Alle an Bildung interessierten Thüringer haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich im Internet über die aktuellen Änderungen der Schulordnung zu informieren. Hinweise und Anmerkungen nehmen wir gern unter schulordnung@tmbwk.thueringen.de entgegen.

Der tlv thüringer lehrerverband ruft auf, sich an der Diskussion zu Änderungen der neuen Schulordnung zu beteiligen.

Schreiben Sie Ihre Meinung zum Entwurf der neuen Schulordnung an o.g. Adresse. Eine Kopie bitten wir Sie auch an schulordnung@tlv.de zu senden, um zu verhindern, dass in dieser vermeintlich basisdemokratisch geführten Diskussion, nur die positiven Meinungen einbezogen werden.

Im Mitgliederbereich finden Sie die entsprechenden Dokumente.

Nutzen Sie die Möglichkeit, und beteiligen Sie sich an der Diskussion!

Bernd Fröhlich
Vorsitzender KV Apolda


Schule in Thüringen wird nur noch "verordnet"

Wie der tlv thüringer lehrerverband der Presse (TLZ) entnehmen musste, wird heute ein Entwurf der neuen Thüringer Schulordnung der Öffentlichkeit vorgestellt. Selbst dem Landesschulbeirat lag der Entwurf bisher nicht vor, obwohl dieser bereits am 03. März in einer Sitzung besprochen werden sollte.

"So kann man dem Vorwurf, dass in Thüringen Schule nur noch ‚verordnet‘ wird, nicht glaubhaft begegnen", kommentiert der tlv Landesvorsitzende Rolf Busch das Vorgehen des Kultusministeriums.

Der tlv befürchtet, dass im jetzt vorgeschriebenen Anhörungsverfahren nicht wirklich gravierende Änderungen aufgegriffen werden. Damit wird wiederum die Meinung der betroffenen Eltern, Lehrer und Schüler nicht den Stellenwert bekommen, der zu einer notwendigen Mindestakzeptanz der Thüringer Schulordnung führen könnte.

Für den tlv ergeben sich nach den bisher bekanntgewordenen Details nur Fragen. Wie soll das neue Megathema "individuelle Förderung" mit einer groß angelegten Fortbildungsinitiative für alle Lehrpersonen eingeführt werden und sind dafür ausreichende Haushaltsmittel geplant?

Im ThILLM-Katalog sind unter dem Thema "individuelle Förderung" aktuell 21 Veranstaltungen für den Schulbereich vorgesehen, von denen allein 10 als Arbeitsberatungen und nicht als Fortbildungen gekennzeichnet sind. Zusätzliche Mittel sind nur für die Einführung der wenigen Thüringer Gemeinschaftsschulen eingestellt worden, die individuelle Förderung soll jedoch flächendeckend an allen Schulen umgesetzt werden. Wie stellt sich das Ministerium dies vor?

„Diese neue Schulordnung wird so nur ein theoretisches Papier mit interessanten Ansätzen bleiben, dass in der Wirklichkeit nicht ankommt, die erhofften Wirkungen ins Gegenteil verkehrt und alle Beteiligten frustriert zurücklässt", so Busch als erstes Fazit.


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